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Sonntag, 20. Mai 2012

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Das Lehrerkollegium der Adolf-Kußmaul-Schule beteiligt sich am Karlsruher Bildungsprojekt QUS

Seit Beginn des Schuljahres 2007/08 sind im Rahmen der Qualitätsentwicklung alle Schulen des Landes Baden-Württemberg zur Selbstevaluation aufgerufen und per Gesetz verpflichtet. Sinn und Zweck von Selbstevaluation ist die verstärkte Reflexion der schulischen Arbeit und ihrer Ergebnisse mit dem Ziel, die Qualität insbesondere im Bereich des Unterrichts stetig zu verbessern.

Bereits im vergangenen Schuljahr hat sich das Kollegium der Adolf-Kußmaul-Schule auf den Weg der Selbstevaluation begeben. Ein erster Gedankenaustausch erfolgte in der Akademie Calw während eines "Pädagogischen Wochenendes" unter professioneller Anleitung eines Akademiereferenten, der die verschiedenen Wege und Möglichkeiten der Selbstevaluation erläuterte. Nach Diskussion und einem weiteren Pädagogischen Tag unter Leitung des Prozessbegleiters Thomas Berliner vom Regierungspräsidium KA Anfang des Jahres 2007 entschied sich das Kollegium zur Bewerbung für das Karlsruher Bildungsprojekt QUS und wurden zur Teilnahme als eine von 15 Schulen ausgewählt.

Worum geht es bei QUS?

Im Mittelpunkt steht bei diesem Konzept der Unterricht als Kerngeschäft der täglichen Erziehungs- und Bildungsarbeit und der Austausch darüber. Das QUS-Programm geht davon aus , dass Qualitätsentwicklung in Schulen sich insbesondere auf den Unterricht beziehen muss.

Ein Team von Fortbildnern des Regierungspräsidiums Karlsruhe hat mit Unterstützung des Kultusministeriums Baden-Württemberg ein Konzept entwickelt, wie ein Kollegium einen guten Unterricht sichern und ihn auch verbessern kann. QUS bietet eine Organisationsstruktur für die systematische Planung, Erhebung, Auswertung und Rückmeldung von Daten an.

Das Konzept QUS geht dabei nicht von äußeren Vorgaben und Unterrichtsbesuchen schulfremder Personen aus, sondern zielt auf die Eigenverantwortung der Schule ab, setzt auf die Professionalität der Lehrerschaft der Schule, den Aufbau einer schulinternen Feedback-Kultur und auf eine gesamtschulische Qualitätsentwicklung im Sinne einer lernenden Schule.
Die Verzahnung von individueller und schulischer Ebene ist für die nachhaltige Qualitätsentwicklung unabdingbar und wird deshalb von QUS durch eine entsprechende Organisationsstruktur gewährleistet.

Dem Konzept von QUS liegt die Überzeugung zugrunde, dass der zielgerichtete Austausch der Lehrkräfte über Unterrichtsprozesse die notwendige Grundlage ist, um die schulische Qualität nachhaltig zu verändern. Hierfür wird mit Hilfe von QUS eine interne Struktur aufgebaut, so dass Impulse aus dem Unterricht gesamtschulisch wirksam werden und andererseits zentrale Impulse den Unterricht verändern. Das Kernelement bildet hierbei der Aufbau einer Teamstruktur, die Bildung sogenannter "Qualitätsgruppen", bestehend aus 4-5 Lehrkräften, die sich gegenseitig im Unterricht besuchen und beobachten.

Wesentlicher Punkt dabei ist der anschließende Austausch über vorher gemeinsam festgelegte zu beobachtende Aspekte. Denn eine gute Feedback-Kultur ist die Grundlage jeder Qualitätsentwicklung. Die Bereitschaft und Fähigkeit zum Feedback ist eine Schlüsselbedingung um die Qualität von Unterricht zu verbessern. QUS vermittelt das nötige Handwerkszeug und ermöglicht entsprechende Erfahrungen im Sinne einer Kultur gegenseitiger Unterstützung. QUS Tabelle

Darüber hinaus bilden die teilnehmenden Schulen regionale Netzwerke, in denen sich die Steuerungsteams (ein Vertreter jeder Qualitätsgruppe) und die Schulleitungen über ihre Erfahrungen austauschen.
Jede Schule wird von einem qualifizierten Prozessbegleiter unterstützt, mit Material ausgestattet und wissenschaftlich begleitet.

Das Projekt ist auf drei Schuljahre angelegt. Für diese Zeit wird uns QUS in der täglichen Arbeit an der Adolf-Kußmaul-Schule nun begleiten. Nach Ablauf dieses Zeitrahmens sollte es uns gelungen sein an unserer Schule ein eigenständig funktionierendes System zu installieren, das Unterricht systematisch entwickelt, evaluiert und weiterentwickelt. Außerdem sollte eine Feedbackkultur im Sinne eines professionellen Dialogs zur Selbstverständlichkeit geworden sein!

Unser erstes Schulthema, welches in der GLK als für alle Qualitätsgruppen verbindlich festgelegt wurde ist "Der wertschätzende Umgang im Unterricht". Dieser Aspekt bildet nun die Grundlage für die Beobachtungen der ersten Hospitationsrunde, die bis Ende März abgeschlossen sein sollte. Wir sind sehr gespannt auf die Erfahrungen und Ergebnisse der Lehrerteams!

Schulentwicklungsteams im Schuljahr 2008/09